21.09. Hualien
Top 5 des Tages
Schön, dass ihr noch da seid.
Der Tag begann heute mit ein paar Scheckminuten. Wir waren gerade zurück vom Frühstück auf dem Zimmer und haben uns entscheiden wollen, was wir heute veranstalten. Plötzlich auf beiden Handys Notfall-Warnungen. Zuerst für Erdbeben, nachfolgend für Tsunami. Da hier eine sehr starke Zone für Erdbeben ist und es praktisch fast jeden Tag ein leichtes Beben gibt (ein richtig Spürbares in etwa jeden zweiten Tag), haben wir nach einer Schrecksekunde die Rucksäcke gefasst. Da ist immer alles Wichtige griffbereit drin. Dann sind wir, so ruhig wie möglich, das Treppenhaus aus dem 12. Stock heruntergestiegen. An der Rezeption haben wir die Warnung gezeigt und die Rezeptionistin hat uns schnell beruhigt. Heute war Warntag. Genau wie das in Deutschland stattfindet. Nur halt mit chinesischen Zeichen. Und den Worten Earthquake und Tsunami. Was waren wir froh. Ich habe gezittert wie Espenlaub. Man muss nicht Alles live erleben.
Oben haben wir unseren Krempel weiter zusammen gesucht und sind dann zum Liyu-Lake gefahren. Der liegt malerisch von Bergen umgeben. Machen kannst du da nicht viel, außer Tretboot fahren und in zwei Stunden einmal um den See herum tippeln. Die Boote sahen wenig vertrauenserweckend aus, also blieb der Fußmarsch. Es ging leider wieder nur auf Asphalt voran. Aber links und rechts des Weges war es üppig grün und wir haben einige Exemplare der Riesigen Waldspinne gesehen. Huuu.
Wir hatten das Badezeug dabei, sind weiter in Richtung Strand ans Meer gedüst, nur um festzustellen, dass Baden angesichts des starken Windes und der riesigen Wellen unmöglich war. Dann eben Picknick und wir haben uns richtig gut entspannt dank des Meersounds.
Im Zimmer zurück haben wir noch ein wenig gechillt, bevor wir auf Nahrungssuche sind. Auch in Hualien besteht die Gefahr des Verhungerns. Nicht, weil nix zu finden ist, sondern weil man sich nicht entscheiden kann. Wir sind dann in ein Restaurant hinein, welches eine gute Bewertung auf Google hatte. Man scannt einen QR-Code auf dem Tisch, dann ist dessen Nummer hinterlegt in der Bestellung. Des weiteren landet man im Bestellmenü (vorteilhaft mit Bildern), bestellt Essen und Trinken. Nach Abschluss der Bestellung bekommt man einen Barcode, mit dessen Hilfe man an einem Bezahlautomaten bar bezahlt. Dann erst wird das Essen zubereitet. Heiko hatte Reis mit Schmorfleisch vom Schwein und ich Wantans mit Krautfüllung in göttlicher, leicht scharfer Rinderbrühe mit Rindfleisch und Pak Choi. Das Essen bekommt man serviert, um Stäbchen, Suppenlöffel und Servietten kümmert man sich selbst genau wie um einen Becher kalten Tees. Zum Überfluss kann sich jeder Gast noch ein kostenloses Wassereis aus der Kühltruhe nehmen. Heiko hatte was mit Fruchtgeschmack, meins schmeckte nach Erdnuss. Erfrischend und nur leicht süß.
Morgen fahren wir den Küstenhighway weiter in nördlicher Richtung gen Teipeh, dem Endpunkt unserer Rundreise.
Dann bis morgen.
Heiko und Nadja